itk Kontakt
Presse-Kontakt
Christian Thomas

Tel. +49 89 / 82 08 598-334

E-Mail: christian.thomas@itk-engineering.de

News & Pressemitteilungen

09.07.2018

Ingenieure von Morgen testen Rennboliden mit Unterstützung von Bosch

Bosch Formula Student Event in Boxberg

270 Studierende aus vier Ländern bereiten im Prüfzentrum Boxberg ihre Fahrzeuge für den Wettbewerb der Formula Student Germany auf dem Hockenheimring vor. (Foto: Bosch)

  • Bosch fördert 270 Studierende
  • Warm-up für Studenten auf der Bosch-Teststrecke
  • Mit Tempo zum Nachwuchsingenieur

Von 0 auf 100 km/h in nur 4,3 Sekunden beschleunigt der selbstkonstruierte Rennwagen des Formula Student Teams der Hochschule Heilbronn. Bevor der Einsitzer auf die Teststrecke geht, werden noch letzte Einstellungen vorgenommen. Gespannt, aber auch stolz schauen die Studierenden des HHN Racing Teams ihrem Fahrer zu, wie er den Rennflitzer durch den Beschleunigungsparcours lenkt. „Die beiden Tage hier in Boxberg sind enorm wertvoll für uns. Nach monatelanger Arbeit können wir das Fahrzeug endlich auf einer großen Fläche richtig testen. Die anwesenden Bosch-Ingenieure unterstützen uns zudem bei der Feinjustierung der Motorsteuerung und geben noch zahlreiche Tipps für das Fahrzeug“, erklärt Teamleiter Viktor Renz des HHN Racing Teams. Am 06. und 07. Juli lud Bosch rund 270 Studierende der Formula Student Germany (FSG) auf die hauseigene Teststrecke in Boxberg ein. Bei dem zweitägigen Applikations- und Fahrevent bereiteten die Studierenden aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Australien ihre Rennboliden auf das große Abschlussrennen in Hockenheim vor. Rund 40 Spezialisten aus dem Bosch-Konzern begleiteten die Studierenden mit fachlichem Know-how beim Testen ihrer Fahrzeuge. In diesem Jahr traten in Boxberg 27 Teams mit ihren Fahrzeugen aus den drei Kategorien „Driverless“, „Combustion“ und „Electric“ an.

Boxenstopp in Boxberg

Der zweitägige Erprobungsworkshop in Boxberg war die Generalprobe für die Studenten-Teams und ihre Rennboliden. Auf der Bosch-Teststrecke konnten sie ihre Fahrzeuge unter realen Rennbedingungen testen und optimieren. Organisiert wurden die zwei Tage von der Bosch Engineering GmbH, einer hundertprozentigen Bosch-Tochter. Vorsitzender der Geschäftsführung Bernhard Bihr, selbst Motorsport begeistert, weiß wie wichtig die Vorbereitungen für den Konstruktionswettbewerb in Hockenheim sind. „Auf unserer Teststrecke können die Teams die Rennwagen mit unseren Experten abstimmen sowie ihre Fahrer trainieren. Ich sehe es als zentrale Aufgabe, bereits auf studentischer Ebene für Technik zu begeistern und hochmotivierte und interessierte Nachwuchsingenieure zu fördern.“ Über 40 erfahrene Spezialisten von Bosch sowie den Tochtergesellschaften Bosch Engineering, ETAS und ITK Engineering aus den Bereichen Fahrzeugentwicklung und Systemauslegung standen ihnen beratend zur Seite. Viele von ihnen waren als Student selbst in der Formula Student aktiv, so dass sie die Herausforderungen der jungen Frauen und Männer genau kennen.

Zum zweiten Mal dabei war die noch junge Bosch-Tochter ITK Engineering. Der Entwicklungspartner fördert seit der Saison 2016 / 2017 Formula Student-Teams verschiedener Universitäten und Hochschulen. „Für Studierende bietet die Formula Student eine optimale Einstiegsmöglichkeit in den Motorsportbereich. Es ist eine enorme Leistung, als studentisches Team selbstständig ein komplettes Rennfahrzeug zu entwickeln und zu fertigen. Dabei kommt es auf clevere Ideen, Einsatzbereitschaft und Teamwork an ‒ Fähigkeiten, die sie später auch als Ingenieure benötigen. Für unsere Teams sind die zwei Tage Erprobung in Boxberg zudem eine riesige Chance, sich und ihre Fahrzeuge optimal für den Konstruktionswettbewerb in Hockenheim vorzubereiten“, sagt Dominic Barth, Teamleiter Geschäftsbereich Motorsport bei ITK Engineering. Einige seiner Teamkollegen haben ihren Einstieg bei ITK Engineering bereits über die Formula Student gefunden.

Vernetzte Rennboliden – IT-Wissen im Automotive-Umfeld

Automatisierung, Vernetzung und Digitalisierung spielen eine immer wichtigere Rolle in der Automobilindustrie. Bereits heute halten vermehrt Technologien aus der IT Einzug ins Fahrzeug, damit dieses mit seiner Umgebung kommunizieren kann. Dies zeigt sich beispielsweise bei der steigenden Anzahl von Sensoren. Zudem öffnen sich neue Felder wie beispielsweise Cyber Security und Big Data. In den autonomen Rennwagen spielt Software, wie auch in modernen Fahrerassistenzsystemen, eine zentrale Rolle. Künftig verändern sich auch die Anforderungen an die kommende Generation von Ingenieuren und Entwicklern. Die Kompetenz des Fahrzeug-Ingenieurs konzentriert sich zunehmend auf IT-Wissen, ohne die Systemkenntnisse der gesamten Fahrzeugeigenschaften zu vernachlässigen.

„Als Treiber in diesem Feld benötigen wir als Unternehmen hochqualifizierte Mitarbeiter mit Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen, um den Weg zum hochautomatisierten Fahren erfolgreich zu gestalten“, betont Friedhelm Pickhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der ETAS GmbH. „Die Formula Student ist für mich die ideale Plattform, um sich ein derart breites Wissen anzueignen und in der Praxis erfolgreich zum Einsatz zu bringen.“

Talentförderung – von der Teststrecke in den Job

Seit 2007 ist der Bosch-Konzern Hauptsponsor der Formula Student Germany und fördert jährlich mehrere hundert Studierende verschiedener internationaler Formula Student Teams – vor allem mit Motorsportkomponenten, Software und Messtechnik sowie fachlichem Know-how. Die Nachwuchstalente profitieren in zahlreichen Workshops und Veranstaltungen zu technischen Themen von der Expertise der konzerneigenen Ingenieure. Bei der FSG treten die Studierenden in den drei Kategorien „Combustion“, „Electric“ sowie „Driverless“ an. Jedes Team ist aufgefordert, der Jury einen Business Plan, eine Kostenkalkulation und eine Fertigungsbeschreibung zu erstellen und zu präsentieren. Zudem werden das Entwicklungs- sowie das Designkonzept vorgestellt und bewertet.

Weiterführende Informationen:


Download Pressemitteilung