Industrial Cyber Security: Cybersicherheit in Produktion, Maschinen- und Anlagenbau

Die Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen und Anlagen eröffnet zahlreiche Chancen, erhöht jedoch zugleich die Angriffsfläche für Cyberbedrohungen. Parallel steigen die regulatorischen Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten. Cyber Security ist damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor geworden. Neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act (CRA), der NIS-2-Richtlinie und dem Delegated Act der Radio Equipment Directive (RED DA) geht es vor allem darum, die Resilienz eigener und Kunden-Systeme zu sichern. ITK Engineering unterstützt Industrieunternehmen als spezialisierter Entwicklungspartner mit individuellen Sicherheitslösungen – von der Strategieberatung bis zum sicheren Betrieb.

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Richtlinien und Standards

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Cyber Security: kritischer Erfolgsfaktor in der Industrie 4.0

Vernetzte Systeme und Geräte im industriellen Umfeld (IIoT) sind zunehmend Bedrohungen wie Spionage, Sabotage und Erpressung ausgesetzt. Mit wachsender Vernetzung steigt die Angriffsfläche – und damit das Risiko gezielter Cyberangriffe.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in seinen Lageberichten regelmäßig vor der hohen Bedrohungslage im industriellen Sektor. Dennoch unterschätzen viele Unternehmen ihre eigene Vulnerabilität. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann weitreichende Konsequenzen haben:

Illustration der Cyber Security Risiken für Hersteller und Betreiber sowie der Anforderungen der neuen Verordnungen CRA, NIS2 und RED.

Welche EU-Regularien müssen Hersteller und Betreiber im Industriesektor erfüllen?

Um der wachsenden Bedrohungslage entgegenzuwirken, verschärft die EU die regulatorischen Vorgaben. Wollen Unternehmen am europäischen Markt erfolgreich sein, müssen sie nachweisen, dass ihre Produkte und Netzwerke über den gesamten Lebenszyklus gegen Manipulation geschützt sind. Relevant für Betreiber und Hersteller im Industriesektor sind vor allem vier Richtlinien:

EU- RegulierungFristRelevanz für Sektor
Cyber Resilience Act (CRA)Verabschiedet im Oktober 2024, verbindlich ab 2027Transformiert die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen über den gesamten Lebenszyklus.
EU-Maschinenverordnung (MVO)Tritt am 20. Januar 2027 vollständig in KraftIntegriert Cybersicherheit erstmals als zwingende Voraussetzung für die CE-Betriebssicherheit von Maschinen.
NIS-2-RichtlinieSeit Oktober 2024 in nationales Recht überführtSetzt neue Maßstäbe für die Netz- und Informationssicherheit von Betreibern und wichtigen Einrichtungen.
Radio Equipment Directive (RED DA)In Kraft, zusätzliche verpflichtende Anforderungen seit August 2025Relevant für alle funkvernetzten Geräte und kabellose Steuerungen im industriellen Umfeld.

Wer ist von den neuen Gesetzen betroffen und welche Strafen drohen bei Verstößen?

Die Nichteinhaltung europäischer Cyber-Security-Gesetze führt zu schwerwiegenden Konsequenzen, die von Geldstrafen bis zum Verbot des Inverkehrbringens (Verlust des CE-Kennzeichens) reichen.

EU-RegulierungWer ist betroffen?Welche Strafen drohen?
CRAHersteller, Lieferanten und Importeure von Produkten mit digitalen Elementen (Software- und Hardwareprodukte mit direkter oder indirekter Datenverbindung zu anderem Gerät oder Netzwerk)Bußgelder bis zu 15 Mio. € oder 2,5% des Jahresumsatzes, Produktrückrufe
MVOHersteller von Maschinen, alle Wirtschaftsakteure, die Maschinen in der EU auf dem Markt bereitstellen, in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmenBußgelder bis zu 100.000 Euro, Freiheitsstrafen, Verkaufsverbot, Rückrufanordnung, öffentliche Warnung der zuständigen Behörde, persönliche Haftung
NIS-2Unternehmen, die wesentliche oder wichtige IT-/OT-Systeme in kritischen oder wichtigen Sektoren betreibenBußgelder bis zu 10 Mio. € oder 2% des Jahresumsatzes, persönliche Haftung des Managements
REDHersteller und Betreiber von Produkten mit Funkschnittstellen, die eine direkte oder indirekte Datenverbindung über das Internet herstellen können (z.B. WiFi, Bluetooth, Radar, …)Strafen oder Bußgelder, Haftung für verursachte Schäden – Individuelle Festlegung durch EU-Mitgliedstaaten
ITK Experten beraten Kunden zur Cyber Security smarter Produkte

Wer Cybersicherheit als lästige Compliance-Pflicht versteht, verpasst eine riesige Chance. EU-Vorgaben von NIS-2 bis zum CRA sind weit mehr als ein Regelwerk – sie definieren neue Qualitätsstandards für die Industrie. In einer Welt automatisierter Bedrohungen ist digitale Resilienz daher längst keine reine Abwehr mehr, sondern ein entscheidender Faktor für den langfristigen Markterfolg.

Jens Köhler, Senior Expert Cyber Security, ITK Engineering

Die EU-Regularien CRA, MVO, NIS-2 und RED im Detail

Was fordert der Cyber Resilience Act von Herstellern digitaler Produkte?

Was ändert sich mit der EU-Maschinenverordnung?

Welche Maßnahmen verlangt NIS-2 für den IT/OT-Betrieb?

Welche Cybersicherheits-Standards definiert der RED Delegated Act?

Sie haben ein konkretes Anliegen?

Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie gerne mit unserer Expertise in der Cyber Security für die Produktion und Industrie 4.0.

Ganzheitliche Cyber Security Services von ITK Engineering für Produktion, Maschinen und Anlagen

Als Experte für Software- und Systems-Engineering unterstützt ITK Engineering Sie mit individueller Cyber Security Beratung und passgenauen Cyber Security Lösungen, Regularien umzusetzen und Ihr Unternehmen effizient für Cyberbedrohungen zu wappnen. Dabei berücksichtigen wir Ihre individuellen Anforderungen, technischen Randbedingungen und bestehenden Prozesse. Unser Leistungsspektrum reicht von der Cyber Security Strategieberatung über Prozess- und Methodikberatung bis hin zu Risikobewertung, Konzeptionen, Softwareentwicklungen und Testing. Empfehlungen europäischer Institutionen, beispielsweise ENISA, zentrale Standards wie den IEC 62443 sowie aktuelle Regularien beziehen wir selbstverständlich immer mit ein.

Cyber Security Beratung

Mit unseren Beratungsangeboten unterstützen wir Sie dabei, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu minimieren. Gemeinsam entwickeln wir eine maßgeschneiderte Sicherheitsstrategie, die Ihre IT/OT-Infrastruktur ganzheitlich schützt. Wir begleiten Sie bei der Einführung effektiver Sicherheitsprozesse und -methoden – von der Risikoanalyse über Schwachstellenmanagement bis hin zum Lieferantenmanagement. So setzen wir gemeinsam ein umfassendes und praxistaugliches Sicherheitskonzept um und erhöhen die Resilienz gegen Cyberbedrohungen und -angriffe.

Cyber Security Engineering

Mit unserem Dienstleistungsangebot im Cyber Security Engineering unterstützen wir Sie dabei, Cybersicherheit praxisorientiert und effizient umzusetzen. Das schließt bspw. eine fundierte Risikobewertung ein: Wir ermitteln potenzielle Schadensszenarien, modellieren Angriffspfade und decken mit Risikoanalysen Schwachstellen systematisch auf. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erarbeiten wir ein individuelles Konzept, das notwendige Sicherheitsmechanismen definiert. Die Security-Anforderungen setzen wir technisch um und schaffen eine robuste und vertrauenswürdige Softwarebasis. Gleichzeitig prüfen wir die Wirksamkeit dieser Maßnahmen kontinuierlich durch Cyber Security Tests.

Vorteile

Icon Industrie 4.0

Branchenübergreifende Expertise

Icon technischer Mitarbeiter vor einem Laptop

Umfassende Sicherheit nach IEC 62443

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Basis für Ihre digitalisierte Produktion

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Portrait Dr. Jens Köhler, Chief Expert Cybersecurity, ITK Engineering

Industrie – Produzierendes Gewerbe

Dr. Jens Köhler

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