Ein veraltetes, kostenintensives MES-System bremste die Innovationskraft unseres Kunden. Die Herausforderung: eine vollständige Modernisierung eine vollständige Modernisierung eines kritischen Produktionssystems, ohne den laufenden 24/7-Betrieb zu unterbrechen. Unsere Expertise ermöglichte den Wechsel von einer unflexiblen Bestandssoftware zu einer skalierbaren Lösung, die nun erlaubt, die Potentiale von Industrie 4.0 voll auszuschöpfen.
Die heute in Unternehmen eingesetzten Produktionsleitsysteme (Manufacturing Execution Systems, MES) sind oft technisch veraltet. Dadurch können sie Geschäftsprozesse nicht durchgängig abbilden. Es entstehen hohe Wartungs- und Pflegeaufwände und eine Erweiterung des Ökosystems ist nur bedingt oder mit hohen Kosten möglich. Vor dieser Herausforderung stand auch unser Kunde.

Eine monolithische Architektur machte die Wartung aufwendig und teuer. Veraltete Programmiersprachen und Betriebssysteme verhinderten Weiterentwicklungen. Auch die unzureichende Berücksichtigung von für Industrie 4.0 relevanten Aspekten wie Vernetzung und Echtzeitdatenübertragung waren ein Hindernis. Hinzu kam fehlendes Tooling für einfache Syntaxprüfung und Quellcodedokumentation.

All das wurde noch einmal intensiviert: Prozesse und IT-Landschaften haben an Komplexität zugenommen. Viele Unternehmen haben ihre Systeme durch individuelle Programmierungen verändert, zahlreiche Subsysteme und Datenbanken verknüpft. Bei unserem Kunden verursachte diese historisch gewachsene IT-Landschaft hohe Betriebskosten und verhinderte die nötige Agilität, um auf Marktanforderungen zu reagieren.
Die Ablösung des Altsystems war unausweichlich, jedoch musste der 24/7-Betrieb der Produktion jederzeit gewährleistet bleiben. Unser Ansatz bestand darin, die Komplexität durch eine agile und schrittweise Transition beherrschbar zu machen. Anstatt einer Komplettumstellung entwickelten wir eine maßgeschneiderte Transitionsstrategie, die den parallelen Betrieb von Alt- und Neusystem ermöglichte.
Analyse & Strategie: Gemeinsam mit allen Stakeholdern analysierten wir den Status quo und ermittelten mittels modernem Requirement Engineering die exakten Anforderungen an das neue System. Unsere Transitionsstrategie sicherte machbare Arbeitspakete und gewährleistete, dass alle Fachabteilungen durchgehend eingebunden und „on the Job“ für die neuen Technologien vorbereitet wurden.
Architektur-Design: In Workshops identifizierten wir passende Technologien, die funktionale und nicht-funktionale Anforderungen berücksichtigten. Anschließend konzipierten wir eine zukunftsfähige Edge-Cloud-Architektur, die auf Standard-Plattformkomponenten und individuellen Microservices basiert. Die verwendeten Datenbankentechnologien, -hersteller und -lizenzmodelle sind auf die kundenspezifischen Anforderungen zugeschnitten.

Agile Implementierung: Das Bestandssystem wurde parallel betrieben und schrittweise durch neue Komponenten abgelöst. Das ermöglichte, Risiken frühzeitig zu erkennen und garantierte eine reibungsfreie Inbetriebnahme. Durch die enge Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern konnten wir vorhandenes Wissen nutzen und die Akzeptanz sichern.
Dem Kunden steht nun eine skalierbare, zukunftssichere Datenintegrationsplattform zur Verfügung, die auf modernsten Cloud-nativen Technologien basiert. Die zentralen Vorteile sind:
Bastian Böker
Produzierendes Gewerbe